Ernährungsmedizin

Die Zusammensetzung und die Zusammenstellung der Lebensmittel, die jeder Mensch täglich zu sich nimmt, entscheidet darüber, ob der Organismus gesund, kräftig und leistungsfähig bleibt oder fehl ernährt und dadurch langfristig krank wird. In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit greifen immer mehr Menschen aus Bequemlichkeit und auch aus Unkenntnis zu Fertiggerichten, Fast-Food-Produkten und zu dem kleinen Snack zwischendurch. Das neue Schlagwort im Bezug auf gesunde Ernährung heißt: 5 am Tag. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung lautet täglich 5 Portionen frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Denn Obst und Gemüse enthalten zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Inhaltsstoffe stärken nachweislich das Abwehrsystem (Immunsystem) des Körpers.

Aufgaben der Ernährungsmedizin
Die Ernährungsmedizin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Zusammenhänge zwischen krankhaften Veränderungen des Körpers und der Ernährung herauszufinden. Die Ernährungsmedizin stellt also fest, wie sich Nahrungsmittel auf die Funktionsweise des Körpers auswirken und bezieht die Ernährung in Therapiepläne ein, um Krankheiten dadurch positiv zu beeinflussen.
Die Ernährungsmedizin richtet zum einen ihr Augenmerk stark auf die Vorbeugung (Prävention) und auf die Linderung und Heilung dieser Erkrankungen und stützt sich dabei stets auf aktuelle, wissenschaftliche Erkenntnisse. Auch ist eine Aufgabe der Ernährungsmedizin, sich mit der Entwicklung erfolgreicher und wirksamer Ernährungsstrategien zu befassen, mit dem Ziel, ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis anzuwenden. Der Ernährungsmediziner bringt sich durch Weiter- und Fortbildungen stets auf den aktuellen Informationsstand, setzt sein Wissen praktisch um und kann so Fehl- und Mangelernährung behandeln.

Ernährungsmedizinische Therapie
Eine ernährungsmedizinisch angeordnete Therapie erfolgt erst nach einer gründlichen körperlichen Untersuchung des Patienten, nach laborchemischen Testverfahren und einer intensiven Ernährungsanamnese (Befragung zur Krankengeschichte des Patienten). Nur auf diese Weise kann festgestellt werden, ob es sich um eine Unter- oder Überernährung handelt oder eine Fehl- oder Mangelernährung vorliegt.
Wie viele Studien beweisen, steht es medizinisch zweifelsfrei fest, dass nahezu jede Erkrankung durch eine individuell angepasste Ernährung positiv beeinflusst werden kann. Die Veränderung der Lebensweise und das Einhalten eines speziellen Therapieplans wirken sich z. B. günstig auf Bluthochdruck aus. Eine ausgewogene Ernährung, eine Veränderung des Lebensstils und der Essgewohnheiten, wird bei Diabetes empfohlen. Ebenso können Fettstoffwechselstörungen und erhöhte Cholesterinwerte im Blut, mit Hilfe einer entsprechenden Therapie und geänderten Ernährungsgewohnheiten, behandelt werden.